Montag, 6. Januar 2014

Lino Munaretto - Das Meer in deinen Augen - 2014 - (5/10)

Es ist nach langer Zeit mein erstes Jugendbuch; früher habe ich die DTV Junior Bücher regelrecht verschlungen.
Gleich von Anfang an war ich über das Vokabular und die Lebensweise der Protagonisten überrascht und zugleich erschreckt (Alkohol, Sex, Alkohol). Insgesamt ist meine Meinung ambivalent; zu Beginn war ich doch ziemlich enttäuscht und mir fehlte das Durchhaltevermögen, das Buch weiterzulesen. Die Schreibweise des Autors (viele kurze Sätze; in einem Absatz waren z.b. auf zehn Zeilen zehn Sätze!) fand ich sehr anstrengend. Im letzten Teil kommen dann noch viele Nebenschauplätze vor, die ich nicht notwendig fand. Der Klappentext verspricht jedenfalls etwas, was im Buch nicht umgesetzt wurde. Ich gebe 5/10 Punkte, mit einem negativen Beigeschmack.

Montag, 23. Dezember 2013

Rachel Joyce - Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte (10/10)

Es ist das erste Buch, was ich von Rachel Joyce lese; anhand der bisherigen Kritiken soll das schwächer sein, als ihr erster Roman.
Schwer vorstellbar für mich, denn ich war schon von der ersten Seite in ihrem Bann gezogen. Zwischendurch konnte ich das Buch - ab dem zweiten Drittel - gar nicht weglegen, sodass ich über 100 Seiten an einem Stück las. Es war die Stelle, die ich mit "brutal" beschrieben habe: wenn dargestellt wird, wie eine vermeintlich durchschnittlich starke Persönlichkeit nach und nach, Hautschicht um Hautschicht, zerfällt, bis nichts als die zarte Unschuld übrig bleibt. Zum Ende hin hat mich die Café-Szene sehr berührt.
Trotz einer eher distanzierten Schreibweise schafft es die Autorin, mit den Protagonisten stets mitzufühlen. Ein ähnliches Erlebnis hatte ich bisher nur bei "Die Entdeckung des Himmels" von Mulisch, welches ja als eines der 1000 wichtigsten Bücher gilt.

Donnerstag, 7. November 2013

Clive Cussler - Akte Atlantis (2001) (2/10)

Clive Cussler hat schon viele Bücher geschrieben; er ist einer der Autoren, von dessen Bücher Trödelmärkte überschwemmt werden. Warum gerade dieses Buch das erste sein sollte, was ich von ihm ergriffen habe...es wird auf jeden Fall das letzte sein, es stimmt einfach vieles nicht. 
Die Geschichte fängt ganz interessant an, mit Sprüngen durch die Zeit und mit Mystik. Doch ab dem Moment, wo seine Protagonisten auftauchen, wird es einfach nur noch lächerlich. Ich lasse mal die Geschichte aussen vor, von Übertreibungen leben nun mal Romane. Aber diese Hauptfiguren sind dermaßen unausstehlich, kitschig, oberflächlich, arrogant, ja...sogar peinlich!, dass das Lesen einfach eine Qual wird. Die Bösewichte werden ähnlich plakativ dargestellt (dumm). 
Während des Lesens dachte ich ständig, da spricht ein Stallone oder Willis aus den 80ern durch die Protagonisten - sprich: einfache, alberne, peinliche Dialoge. Zwei Punkte gibt es für die interessante Idee mit der Mystik - die sich irgendwann im Sande verläuft..

Montag, 14. Oktober 2013

Marc Elsberg - Blackout (2012) (8/10)

Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch die Zeitschrift "Bild der Wissenschaft", wo es als Bester Roman des Jahres 2012 ausgezeichnet wurde. Die Geschichte beginnt gleich mit einem ersten Zwischenfall infolge des Blackouts, somit zeigt der Autor dem Leser gleich von Anfang an, wo es langgeht; und lässt ihn danach kaum noch Schlaf finden, so spannend wird die Dramaturgie gestaltet. Dazu kommen noch eine gut recherchierte Hintergrundinformationen. Lediglich die Charaktere wirken für mich von Anfang an - ausser einer Nebenfigur - einfach unsymphatisch, wodurch die Gesamtpunktzahl auf 8 fällt.

Blackout auf Amazon.de

Montag, 23. April 2012

Michael Crichton - Micro (2011) (3/10)


Seit 1987 Crichton Fan, fast alle Bücher habe ich seitdem gleich bei Erscheinen erworben und mit Aufregung verschlungen. Schon bei "Gold" war die Enttäuschung groß, hier geht es leider nahtlos weiter. Keiner der Charaktere ist mir sympathisch, es wird kaum Tiefe aufgebaut, um sich mit jmd. identifizieren zu können. Der Schreibstil ist an mehreren Passagen schon fast dilettantisch und mit keinem bisherigen Buch von Crichton zu vergleichen. Ich kann nur davon ausgehen, dass es eine sehr frühe Rohfassung sein muss, die hier von Preston fortgesetzt bzw. ausgefüllt wurde. Wg. der interessanten Grundidee gebe ich gerade noch drei Punkte.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Douglas Preston - Der Codex

Douglas Preston - Der Codex (5/10)Nachdem in mehreren aktuellen Büchern der Begriff "Codex" fast schon synonym mit dem Maya-Kalender verwendet wird, bin ich mit einer gewissen Erwartungshaltung an das Buch gegangen, welche erneut - nach dem allenfalls durchschnittlichen "Der Canyon" - nicht erfüllt werden. Preston baut um das altertümliche Thema des Maya-Codexs, ein 2000 starkes Buch über alle Erkentnisse der Maya, ein Katz-und-Maus Spiel um Geld, Macht und, ja, Liebe. Am Interessantesten sind seine Ausführungen über die Vegetation Honduras, was immerhin zu einer Recherche meinerseits über dieses Land führte. Deswegen noch 5 P.

Gregg Hurwitz - Die Sekte

Gregg Hurwitz - Die Sekte (8/10)

"Die Sekte" ist der Nachfolger des Buches "Die Scharfrichter", was ich noch nicht gelesen habe. Es ist jedoch auch nicht notwendig, in Rückblenden werden einzelne Erzählstränge nachgereicht. Hurwitz macht seine Sache sehr gut, berichtet detailliert über mögliche Praktiken einer Sekte und Schwierigkeiten, dort rauszukommen. Etwas mehr über den Sektenführer hätte ich mir jedoch gewünscht, sodass es "nur" zu einer 8 reicht.

Steve Alten - 2012 Schatten der Verdammnis

Steve Alten - 2012 Schatten der Verdammnis (9/10)

Ein weiterer Roman über das berüchtigte Maya-Kalender; von den wenigen, die ich bisher gelesen habe, das am besten recherchierste, spannend erzählt, und...es regt doch tatsächlich zum Nachdenken an! Selten habe ich danach so viel nachgeprüft. Top!

Dienstag, 5. April 2011

Frank Schätzing - Die dunkle Seite, 1997 (7/10)

Ich bin erst mit "Der Schwarm" auf F.S. aufmerksam geworden, u. nach und nach las/lese ich seine anderen Bücher. Dieses lag auch in unserer kleinen Büro-Bibliothek, es wurde schnell gelesen, das Thema interessant dargestellt, langeweile kam selten auf. Ein durchschnittliches F.S. Buch.

Gelesen Ende 2009
Peter James - Stirb Ewig, 2007 (6/10)

Mein erster Peter James Roman, lag auf der Arbeit rum...schnell gelesen, spannend wars, doch lehrreiches oder neues gab es leider nicht. Für die gute Spannung gibt es wenigstens 6 Punkte u. die Prognose, dass keine weiteren P.J. Romane folgen werden :)

Gelesen Ende 2009