Montag, 23. Dezember 2013

Rachel Joyce - Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte (10/10)

Es ist das erste Buch, was ich von Rachel Joyce lese; anhand der bisherigen Kritiken soll das schwächer sein, als ihr erster Roman.
Schwer vorstellbar für mich, denn ich war schon von der ersten Seite in ihrem Bann gezogen. Zwischendurch konnte ich das Buch - ab dem zweiten Drittel - gar nicht weglegen, sodass ich über 100 Seiten an einem Stück las. Es war die Stelle, die ich mit "brutal" beschrieben habe: wenn dargestellt wird, wie eine vermeintlich durchschnittlich starke Persönlichkeit nach und nach, Hautschicht um Hautschicht, zerfällt, bis nichts als die zarte Unschuld übrig bleibt. Zum Ende hin hat mich die Café-Szene sehr berührt.
Trotz einer eher distanzierten Schreibweise schafft es die Autorin, mit den Protagonisten stets mitzufühlen. Ein ähnliches Erlebnis hatte ich bisher nur bei "Die Entdeckung des Himmels" von Mulisch, welches ja als eines der 1000 wichtigsten Bücher gilt.

Donnerstag, 7. November 2013

Clive Cussler - Akte Atlantis (2001) (2/10)

Clive Cussler hat schon viele Bücher geschrieben; er ist einer der Autoren, von dessen Bücher Trödelmärkte überschwemmt werden. Warum gerade dieses Buch das erste sein sollte, was ich von ihm ergriffen habe...es wird auf jeden Fall das letzte sein, es stimmt einfach vieles nicht. 
Die Geschichte fängt ganz interessant an, mit Sprüngen durch die Zeit und mit Mystik. Doch ab dem Moment, wo seine Protagonisten auftauchen, wird es einfach nur noch lächerlich. Ich lasse mal die Geschichte aussen vor, von Übertreibungen leben nun mal Romane. Aber diese Hauptfiguren sind dermaßen unausstehlich, kitschig, oberflächlich, arrogant, ja...sogar peinlich!, dass das Lesen einfach eine Qual wird. Die Bösewichte werden ähnlich plakativ dargestellt (dumm). 
Während des Lesens dachte ich ständig, da spricht ein Stallone oder Willis aus den 80ern durch die Protagonisten - sprich: einfache, alberne, peinliche Dialoge. Zwei Punkte gibt es für die interessante Idee mit der Mystik - die sich irgendwann im Sande verläuft..

Montag, 14. Oktober 2013

Marc Elsberg - Blackout (2012) (8/10)

Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch die Zeitschrift "Bild der Wissenschaft", wo es als Bester Roman des Jahres 2012 ausgezeichnet wurde. Die Geschichte beginnt gleich mit einem ersten Zwischenfall infolge des Blackouts, somit zeigt der Autor dem Leser gleich von Anfang an, wo es langgeht; und lässt ihn danach kaum noch Schlaf finden, so spannend wird die Dramaturgie gestaltet. Dazu kommen noch eine gut recherchierte Hintergrundinformationen. Lediglich die Charaktere wirken für mich von Anfang an - ausser einer Nebenfigur - einfach unsymphatisch, wodurch die Gesamtpunktzahl auf 8 fällt.

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